HINTERGRÜNDE

Viele von uns besuchen Yogastunden und wir lieben die Wirkung der Übungen. Wir freuen uns, wenn wir für uns passende Lehrer/innen gefunden haben, die uns das ermöglichen. (Schade, wenn es für dich noch nicht “gefunkt” hat – bitte suche weiter, du wirst eine passende Lehrerin / einen passenden Lehrer finden!).

Doch irgendwann möchten wir vielleicht wissen, warum die Yogastunden so gut funktionieren und vielleicht deswegen bist du auf unsere Seite “Yogawissen” gestoßen: Wir bemühen uns, dir Essentielles zum Thema Körper, Geist, Energie und Seele in Form von Wissen und Übungen an die Hand zu geben, damit du selbst verstehen und üben kannst.

In dieser Rubrik “Hintergründe” geht es um grundlegende yogische Konzepte und Denkweisen als Schlüssel zu den vielen Details und Übungen. Sie sind ohne dieses tradierte Hintergrundwissen allein aus “westlich-europäischer” Perspektive kaum zu begreifen, auch wenn es immer wieder erstaunliche Parallelen zu unserer Medizin, Psychologie und (christlicher) Religion und Ethik gibt.

Und wenn wir nun “West” und “Ost” gegenüberstellen, dann ein paar klärende Worte dazu: Vielleicht sollten wir sagen “Außen” und “Innen”, das trifft es besser, denn auch unsere westliche Kultur hat viele (fast vergessene) Blüten “nach innen” hervorgebracht.

Die Exzellenz des Westens besteht in der Erweiterung unserer nach außen gerichteten Sinne durch Apparate und Sensoren (Teleskope, Mikroskope etc.). Es besteht die Gefahr der Einseitigkeit, wenn wir nur noch unseren messbaren Werten Glauben schenken und die “innere Dimension” den “Künsten” oder der “Esoterik” überlassen und sie irgendwie dadurch auch abspalten. Wir verlieren uns in Daten und Fakten, die so oder so erhoben wurden und uns im digitalen Zeitalter um die Ohren fliegen.

Die Exzellenz des Ostens besteht in der Wahrnehmung und Versprachlichung unseres Inneren. Es besteht die Gefahr der Einseitigkeit, wenn wir die “äußere Dimension” abspalten und in waghalsige und sehr subjektive Theorien verfallen, die uns vom ganz diesseitigen und physischen Leben abspalten. Wir verlieren uns im eigenen Erleben (bis hin zur Psychose) und haben keinen Kontakt mehr zu objektiverenden und erdenden Einflüssen.

Die Verschmelzung von “Innen und Außen” ist der von je her angestrebte Weg des Yoga. Ein Weg der Mitte und Balance.