Allgemein

Schau hin: In Zeit und Raum entfaltet sich in jedem Moment der Kosmos neu, der auch unseren Planeten Erde ermöglicht. Sorgfältig arragiert entstehen die elementare Bausteine, die Materie, das Leben und das Bewusstsein. Und wieviel Energie ist geflossen auch in dich hinein, damit aus dem Zusammentreffen zweier Zellen auf wundersame Weise du entstanden bist und in jeder Sekunde neu entstehst.

Schau hin: Jeder Moment birgt die Möglichkeit, dich in Alltagssorgen zu verlieren, dich in soziale, ökönomische und psychologische Dramen hineinzubegeben. Und gleichzeitig könnte dieser Atemzug jetzt dich in Verbindung bringen mit dem Großen und Ganzen. Dieser eine Atemzug könnte dein Bewusstsein ausrichten auf das große Wunder deines Lebens.

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Allgemein

„Karma“ – Handlung

„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“, heißt es im Johannesevangelium, Kapitel 2, Vers 2- bis 6. Und nicht nur mit Blick auf die damals besprochenen „echten“ oder „falschen“ Propheten geht es um das Thema „Glaubwürdigkeit“. Es ist egal, was jemand beruflich oder gesellschaftlich darstellt – es ist egal, was jemand sagt. Entscheidend sind die Taten. Karma heißt „Handlung“.

Und Karma-Yogis stellen ihr Tun in den Dienst des „selbstlosen Tuns“. Karma-Yogis halten die 10 Gebote des Yoga, die Yamas und Niyamas hoch: Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-stehlen, Maß halten, nicht horten | Reinheit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, Selbststudium (Reflexion), Gottvertrauen. So manche Yogahotels und Yogaretreats sind im Sinne des Wortes „selbst-reinigend“ – jeder Gast wird sein Zimmer mindestens so sauber hinterlassen, wie es vorgefunden wurde. Und das funktioniert auch.

Auch auf dieser Seite haben wir schon Einiges zum Thema „Karma“ geschrieben – entscheidend ist, dass die Auseinandersetzung weiter geht, dass es neu erfahren, reflektiert und erzählt wird. Und so kommt es zu diesem neuen Beitrag: „Karma“ – Handlung. Also denken wir es noch einmal durch:

Inhalt

    Handlung im yogischen Sinne

    Es gibt keinen Moment ohne Handeln

    Wenn wir im Allgemeinen über „Handeln“ nachdenken, meinen wir äußerlich sichtbares Handeln: Etwas tun oder etwas sagen. Hier meint Handeln mehr: Körperliches Tun, Emotionen erzeugen und Gedanken entstehen lassen. In diesem Sinne gibt es also keinen Moment, in dem wir nichts tun oder nicht handeln. Auf den Ebenen Körper, Emotion und Intellekt sind wir immer aktiv und auf diesen Ebenen erzeugen wir immer Energien in uns, die auch nach außen strahlen als konkrete Handlungen oder eher subtil.

    Das lohnt sich wirklich, genau zu betrachtet.

    Oft wird Fühlen und Denken betrachtet als etwas, was als Refelx auf die Außenwelt und auf äußere Ereignisse unwillkürlich entsteht. Da gibt es eine gewisse Hilflosigkeit. Weil jemand dieses oder jenes gesagt hat, fühle ich mich gut oder schlecht – oder weil dieses oder jenes geschehen ist.

    „Niemand besitzt eine Fernbedinung für mein Fühlen oder Denken“, sagte mal jemand und ich empfand das als eine kleine Offenbarung und Herausforderung zugleich: Jede Handlung auf allen Ebenen könnte selbstbestimmt und bewusst sein?

    Handeln ist meistens unbewusst

    Wenn Fühlen und Denken zum Handeln führt und genau genommen auch Handeln bedeutet, kommen wir zur Frage: Ist das alles bei mir alles bewusst gestaltet? Und diese Frage beinhaltet ja bereits die Antwort: „Jain“.

    Da gibt es zum einen die Beobachtung, dass die meisten Aktivitäten heute eher automatisch abgelaufen sind: Zähneputzen, Frühstücken, Autofahren, Arbeitskollegen*innen begegnen und vieles mehr. Menschen, die sich in Achtsamkeit üben, versuchen auch diesen Automatismen zu entkommen…

    Zum andern erleben wir tagtälich Vorbildern und viele Versuche, so zu handeln wie sie, scheitern und wir wissen nicht warum. Da ist die Arbeitskollegin, die meistens gut gelaunt die Anforderungen des Arbeitstages annehmen kann (zumindest oft). Man selbst erlebt da viel mehr Stress und andere landen sogar im Burnout. Also: Kann man das wählen? Arbeit lustvoll und gelassen annehmen, Stress empfinden oder krank werden? Und wenn wir die Wahl hätten – wer würde da nicht die angenehmste Option bevorzugen?

    Mindestens diese drei Reaktionsweisen kennen wir: Gelassenheit, Stress und Krankheit. Und die Herausforderung des Themas „Karma“ besteht darin, die Ursache für diese Reaktionen in uns selbst zu erkennen.

    Handlung hat Folgen

    Handlung hat zwei Zeitebenen

    Handlung gestaltet Zukunft

    Vergangenheit prägt Handlung

    Karma-Yoga – den Kreislauf beenden

    Newsletter, Allgemein

    Newsletter 04/2021 – Atemlos durch die Nacht?


    Liebe Yoginis und Yogis,

    statt vom Schlager besungenem „atemlos durch die Nacht“ wollen wir eher „atemvoll durch den Tag“, damit wir auch unsere Abende genießen können, nicht wahr? Unsere Autorin Kathrin Wibbing hat die Gedanken für diesen Monat verfasst – und sie weiß als Yogini und leidenschaftliche Läuferin, wovon sie spricht und wofür sie wirbt: Atem bedeutet Kraft und kann ein Weg in die Bewusstheit, Klarheit und in die Mediation sein. Viel Freude mit ihrem Artikel!


    NEU in Paderborn: Walter Ladz wird bald das Paderborner Yogaleben mit einem YogaStore (http://www.santosha.de) bereichern. Wir halten die Daumen und freuen uns auf ein baldiges „Herzlichen Glückwunsch“ zur Eröffnung!

    Halte dich hier auf dem Laufenden: https://www.facebook.com/Yogastore.Paderborn oder htttps://www.instagram.com/santosha_yoga_store/.


    Gedanken

    Dankeschön, Kathrin, für deinen Artikel zum Thema „Unser Atem – Neubeginn und Müllabfuhr“.

    Atmung ist im Yoga ein essentieller Prozess: Als notwendiger körperlicher Vorgang, um Energie zu tanken und als Gegenstand der Konzentration und Meditation. Unter dem Begriff “Pranayama” versammeln sich die vielen Übungen, die vor allem Atemübungen sind.

    Mehr von unserer Autorin Kathrin Wibbing findest du hier: https://w-in-flow.de/veroeffentlichungen/

    OM Shanti! (Lars)

    online-Angebote

    zu den Angeboten von Ishanath (Gründer der YogaBridge)

    Sep.
    7
    Mo.
    „Yoga für Schwangere“ mit Lisa (Mo., 9 Uhr, fortlaufend außer Ferien) @ Zoom und Hebammenpraxis Lebensraum Scharmede
    Sep. 7 um 9:00 – 10:30
    „Yoga Mittelstufe“ mit Andrea hybrid (fortlaufend, Donnerstags 17:30-18:45) @ ZOOM und Yogaschule Borchen
    Sep. 7 um 17:30 – 19:00
    "Yoga Mittelstufe" mit Andrea hybrid (fortlaufend, Donnerstags 17:30-18:45) @ ZOOM und Yogaschule Borchen

    Online-Yoga mit Andrea in Präsenz und Livestream per Zoom.

    10€ je Einheit (75 Min.), Zehnerkarte 90€

     

    „klassisches Yoga“ mit Lisa (Mo., 18 Uhr, fortlaufend außer Ferien) @ ZOOM und Begegnungsstätte Verne
    Sep. 7 um 18:00 – 19:30
    „Kundalini-Yoga“ mit Kirsten (fortlaufend, montags 19:00-20:30 Uhr) @ ZOOM
    Sep. 7 um 19:00 – 20:30
    "Kundalini-Yoga" mit Kirsten (fortlaufend, montags 19:00-20:30 Uhr) @ ZOOM

    Einstieg & Probestunde jederzeit möglich
    Anmeldung erforderlich

    „Yoga flow“ mit Lothar – Livestream for free (Montags, 19-20 Uhr) @ ZOOM oder Vedas-Yogaschule Paderborn
    Sep. 7 um 19:00 – 20:00
    "Yoga flow" mit Lothar - Livestream for free (Montags, 19-20 Uhr) @ ZOOM oder Vedas-Yogaschule Paderborn

    hier der Online-Link:

    https://us02web.zoom.us/j/84852966364?pwd=SjRjTFYwWVNCckYrdVdOM2luYjlrZz09%20

    „Kundalini Yoga“ mit Tracy (Montags, 19:30-21:00 Uhr) @ ZOOM
    Sep. 7 um 19:30 – 21:00
    „klassisches Yoga“ mit Lisa (Mo., 20 Uhr, fortlaufend außer Ferien) @ ZOOM und Begegnungsstätte Verne
    Sep. 7 um 20:00 – 21:30
    „Meditation des Yoga“ mit Lothar – Livestream for free (Montags, 20:10-21 Uhr) Uhr) @ ZOOM oder Vedas-Yogaschule Paderborn
    Sep. 7 um 20:10 – 21:00
    "Meditation des Yoga" mit Lothar - Livestream for free (Montags, 20:10-21 Uhr) Uhr) @ ZOOM oder Vedas-Yogaschule Paderborn

    hier der Online-Link:

    https://us02web.zoom.us/j/85485378828?pwd=eGdmMENmVm1xQkh1K2JxTkR0TlEwdz09

    Sep.
    8
    Di.
    „early bird Yoga“ mit Barbara (fortlaufend, Dienstags+Donnerstags 06:30-07:30 Uhr) @ Yogaraum Yoga im Altenautal
    Sep. 8 um 6:30 – 7:30
    „Business Yoga remote“ mit Silke (fortlaufend, Dienstags 18-19:00) @ online per TEAMS
    Sep. 8 um 18:00 – 19:00


    Alles Gute und Liebe,

    OM Shanti und Sat Nam!

    Lars für die YogaBridge-Paderborn

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    Kathrin Wibbing, Inspirationen Energie, Inspirationen

    Unser Atem – Neubeginn und Müllabfuhr


    Atmung ist im Yoga ein essentieller Prozess: Als notwendiger körperlicher Vorgang, um Energie zu tanken und als Gegenstand der Konzentration und Meditation. Unter dem Begriff „Pranayama“ versammeln sich die vielen Übungen, die vor allem Atemübungen sind. Mehr von unserer Autorin Kathrin Wibbing findest du hier: https://w-in-flow.de/veroeffentlichungen/


    Das Leben beginnt mit dem ersten Atemzug – ein Einatem. Nach der Geburt strömt zum ersten Mal
    Luft in die Lunge und die Lungenbläschen füllen sich. Von diesem Moment an schenkt unser jeder
    einzelne Atemzug Energie, die wir zum Leben benötigen – Lebensenergie bis zum letzten Atemzug;
    wir beenden unser Leben mit einem Ausatem.
    Dazwischen atmen wir täglich um die 20.000 Mal – viele dieser Atemzüge erfolgen unbemerkt. Die
    Atmung ist ein Reflex des Körpers. Spannenderweise ist es die einzige reflexartige Körperaktivität, in
    die wir bewusst eingreifen können. Wir können tiefer einatmen, den Atem anhalten und länger
    ausatmen.

    Vier Phasen des Atemens – Atmen als Powerfunktion

    Unser Atem besteht aus vier Phasen:

    • Einatem als aktive Phase
    • Atempause in der Atemfülle – es entsteht mehr Energie im Körper
    • Ausatem als passive Phase
    • Atempause in der Atemleere – wir können loslassen und es entsteht mehr Ruhe im Körper

    Mit dem Einatem kommt die Luft und damit die Energie in den Körper. Im Körper findet die
    Zellatmung statt. Über das Blut gelangt der Sauerstoff in jede einzelne Körperzelle, die den Sauerstoff
    aufnimmt. Mit dieser Oxidation entsteht Energie, die jede einzelne Zelle ernährt und belebt. Durch
    den Ausatem werden Abfallstoffe aus den Zellen über das Blut nach außen abgegeben. Ungefähr 70%
    aller Abfallstoffe des Körpers werden über die Atmung ausgeschieden – das ist mehr als über die
    Haut (20%) und über die Verdauung (10%)! Damit ist der Atem eine echte Powerfunktion im Körper.

    Die volle Yogatamung

    Mit unterschiedlichen Atemtechniken können wir uns diese Powerfunktionen zunutze machen. Eine
    umfassende Technik ist die Yoga-Vollatmung, um bewusst in eine vollständige Atmung zu kommen.
    Lege dich auf den Rücken, lege die Hände auf den unteren Bauch und auf die Brust. Atme entspannt
    aus – mit der Ausatmung sinkt der Bauch nach unten. Atme nun bewusst und tief ein – lass den Atem
    als erstes in den Bauch fließen. Spür wie sich nach und nach dein ganzer Oberkörper ausdehnt: der
    Bauch und die Brust erheben sich – selbst die Schlüsselbeine und Schultern heben sich und der Rücken
    dehnt sich nach hinten aus. Lass anschließend die Luft aus deinem Körper herausfließen. Führe die
    Atmung einige Minuten lang aus. Bleib abschließend noch einen Moment liegen und spüre nach.
    Doch auch weitere Atemtechniken unterstützen dich. Wenn du mehr Energie benötigst, lege deinen
    Fokus auf den Einatem. Benötigst du hingegen mehr Ruhe und Entspannung lege den Fokus auf den
    Ausatem und verlängern diesen. Eine wunderbare Übung zum Detoxen und Reinigen ist Kapalabhati.
    Lass dir diese Technik gerne von deinem Yogalehrer zeigen.

    Wusstest du schon, dass

    • du mit einem langsamen tiefen Atemzug 6-10 Mal mehr Luft aufnimmst als mit einem normalen flachen?
    • unser Gehirn 80% des eingeatmeten Sauerstoffs verbraucht?
    • das Zwerchfell der größte Muskel im Körper ist?
    • du den Reinigungsprozess deines Lymphsystems durch bewusstes und richtiges Atmen um mehr als das Zehnfache beschleunigen kannst?

    Atmung als Meditation

    Neben diesen aktiven Atemtechniken kannst du den Atem auch dazu nutzen, in einen meditativen
    Zustand zu kommen. In ein Leben im Jetzt. Dazu kannst du den Atem einfach beobachten.
    Schließe deine Augen und beobachte deinen Atem. Spüre zum Einatem – der Einatem schenkt Energie.
    Spüre den Luftstrom und damit die Energie an den Nasenlöchern, in der Kehle, im Brustbereich, im
    Bauchraum – einfach nur spüren. Und mit dem Ausatem lässt du los. Mit dem Ausatem kannst du
    alles Alte und Verbrauchte einfach an die Umgebung abgeben und loslassen. Lass den Ausatem bei
    jedem Atemzug etwas länger und ruhiger werden. Nimm auch die kleinen Atempausen zwischen Einund Ausatem wahr. Beobachte anschließend den Neubeginn des Zyklus mit dem nächsten Einatem.
    Führe diese einfache Übung jeden Tag ca. 7 Minuten durch und du wirst schon nach wenigen Tagen
    spüren, dass du immer mehr in der Ruhe ankommst.
    Das Schöne daran ist: Diese Übung kannst du wunderbar in den Alltag einbauen – 7 Minuten hast du
    doch bestimmt für dich. Du kannst die Übung überall durchführen, wo du ein paar Minuten Ruhe
    hast. Einfach entspannt hinsetzen, die Hände mit den Handflächen nach oben auf dem Schoß ablegen
    und die Augen schließen.

    Die Geschichte vom Holzfäller

    Vielleicht kennst du die Geschichte vom Holzfäller, der jeden Tag versucht mehr Bäume als am
    Vortag zu fällen. Es gelingt ihm aber nicht – ganz im Gegenteil: Er schafft jeden Tag weniger als am Vortag. Sind es am ersten Tag noch 18 Bäume, schafft er am 6. Tag lediglich zwei Bäume – obwohl er
    geschuftet hat bis zum Umfallen. Er versteht die Welt nicht mehr, bis sein Vorarbeiter ihn fragt:
    „Wann hast du denn deine Axt das letzte Mal geschärft?“ Die Antwort: „Die Axt schärfen? Dazu
    hatte ich keine Zeit, ich war zu sehr damit beschäftigt, Bäume zu fällen.“ [nach Jorge Bucay]
    Nimm dir jeden Tag Zeit: Schärf deinen Verstand, um erfrischt und entspannt deinen vielfältigen
    Tätigkeiten nachzugehen. Mit regelmäßigen Meditationen erreichst du genau das.


    Wenn du dich für schöne Meditationstexte – unter anderem Atembeobachtungen interessierst,
    schau gerne auf meiner Seite vorbei. Dort gibt es das Buch „Schöne Worte im Yogaunterricht“.
    https://w-in-flow.de/veroeffentlichungen/

    Namaste.
    Deine Kathrin

    Quellenangabe:
    „Atemtechniken“ von Markus Schirner
    „Praxisbuch Pranayama“ von Jana A. Czipin